Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Behandlungsverfahren zur Linderung oder Heilung psychischer Beschwerden und seelischer Erkrankungen. Sie kommt zum Einsatz, wenn Gedanken, Gefühle oder Verhaltensweisen das persönliche Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit oder zwischenmenschliche Beziehungen einschränken, sei es durch Ängste, Depressionen, Traumafolgen, Burn-out oder andere seelische Belastungen.
Was ist Psychotherapie?
Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Behandlungsverfahren zur Linderung oder Heilung psychischer Beschwerden und seelischer Erkrankungen. Sie kommt zum Einsatz, wenn Gedanken, Gefühle oder Verhaltensweisen das persönliche Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit oder zwischenmenschliche Beziehungen einschränken, sei es durch Ängste, Depressionen, Traumafolgen, Burn-out oder andere seelische Belastungen.
Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?
In der Psychotherapie geht es darum, seelische Prozesse besser zu verstehen, ungünstige Muster zu verändern und neue Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu finden. Dabei spielt die therapeutische Beziehung eine zentrale Rolle: In einem geschützten, vertrauensvollen Rahmen können persönliche Themen offen angesprochen und bearbeitet werden ohne Bewertung, mit professioneller Unterstützung.
Mehr lesen
Eine Psychotherapie kann helfen, wenn:
- belastende Gedanken oder Gefühle über längere Zeit anhalten,
- der Alltag zunehmend schwerfällt oder der Schlaf gestört ist,
- körperliche Beschwerden auftreten, für die keine organische Ursache gefunden wird (psychosomatische Beschwerden),
- Ängste, Traurigkeit oder Reizbarkeit überhandnehmen,
- sich ein Gefühl von Leere, Sinnlosigkeit oder innerer Unruhe breitmacht,
- Konflikte in Beziehungen immer wieder eskalieren,
- traumatische Erlebnisse nicht verarbeitet sind,
- oder wenn der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung besteht.
Psychotherapie ist also nicht nur bei „klassischen“ psychischen Erkrankungen angezeigt. Psychotherapie kann auch in Lebenskrisen, Trennungen, beruflichen Umbrüchen oder bei Selbstwertthemen sehr hilfreich sein.
Welche Formen von Psychotherapie gibt es?
In Deutschland sind derzeit vier psychotherapeutische Verfahren wissenschaftlich anerkannt und zur Abrechnung durch die Krankenkassen zugelassen. Jedes dieser Verfahren basiert auf einem eigenen theoretischen Modell und setzt unterschiedliche Schwerpunkte in der therapeutischen Arbeit.
Die Verhaltenstherapie (VT) ist das am besten wissenschaftlich untersuchte und in der Praxis am häufigsten angewandte Verfahren. Sie geht davon aus, dass psychische Beschwerden durch erlernte Denk- und Verhaltensmuster entstehen und aufrechterhalten werden. Ziel der Therapie ist es, diese Muster gemeinsam zu erkennen, zu hinterfragen und durch hilfreichere Alternativen zu ersetzen.
Typisch für die Verhaltenstherapie sind strukturierte Gespräche, konkrete Ziele und die aktive Einbindung der Patientinnen und Patienten in Übungen z.B. etwa durch Selbstbeobachtung, Verhaltensprotokolle oder Expositionstraining.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass Verhaltenstherapie nur an der „Oberfläche“ ansetzt. Das ist so nicht korrekt. Moderne Verhaltenstherapie beschäftigt sich intensiv mit inneren Denkprozessen, biografischen Prägungen, emotionalen Mustern und tief verankerten Grundüberzeugungen („Schemata“). In der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie werden nicht nur sichtbare Verhaltensweisen, sondern auch tiefer liegende Einstellungen, Gefühle und Beziehungsmuster reflektiert und bearbeitet.
Zudem integrieren viele Verhaltenstherapeuten heute emotionsfokussierte, achtsamkeitsbasierte und schemaorientierte Ansätze, die gezielt auf tiefer liegende seelische Ebenen wirken. Dadurch kann Verhaltenstherapie sowohl bei akuten Symptomen helfen als auch langfristige Veränderungen ermöglichen - im Denken, Fühlen und Handeln.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) basiert auf den Theorien der Psychoanalyse, konzentriert sich jedoch stärker auf aktuelle innere Konflikte und Beziehungserfahrungen. Im Zentrum steht die Annahme, dass unbewusste Erlebnisse, meist aus der Kindheit, Einfluss darauf haben, wie wir heute denken, fühlen und handeln -insbesondere in wiederkehrenden Belastungssituationen oder zwischenmenschlichen Mustern.
Ziel der Therapie ist es, diese unbewussten inneren Dynamiken im therapeutischen Gespräch erfahrbar zu machen. Durch ein tieferes Verständnis der eigenen inneren Zusammenhänge – etwa von Beziehungserwartungen, Abwehrmechanismen oder emotionalen Reaktionsmustern entsteht die Möglichkeit, alte Muster zu durchbrechen und neue, gesündere Handlungsspielräume zu entwickeln.
Die Behandlung erfolgt in der Regel einmal wöchentlich im Einzelgespräch. Anders als in der analytischen Therapie liegt der Fokus stärker auf dem „Hier und Jetzt“: Welche emotionalen Reaktionen treten in aktuellen Lebenssituationen auf und wie hängen sie mit inneren Prägungen zusammen? Die therapeutische Beziehung dient dabei oft als Spiegel, um alte Beziehungsmuster in geschütztem Rahmen sichtbar und veränderbar zu machen.
Die analytische Psychotherapie (AP) ist das älteste der vier wissenschaftlich anerkannten Verfahren und geht besonders in die unbewussten Ursachen seelischer Konflikte. Sie basiert auf der klassischen Psychoanalyse nach Sigmund Freud und wurde seither vielfältig weiterentwickelt, etwa durch Konzepte aus der Objektbeziehungstheorie oder Ich-Psychologie.
Im Zentrum steht die Annahme, dass viele unserer heutigen emotionalen Reaktionen, Beziehungsmuster und inneren Konflikte durch frühkindliche Erfahrungen geprägt sind, besonders in der Beziehung zu den ersten Bezugspersonen. Diese Erlebnisse hinterlassen Spuren im Unbewussten, die im späteren Leben oft unbewusst wiederholt werden, z. B. in Form von Selbstwertproblemen, Angst, chronischer Anspannung oder Beziehungsunsicherheit.
Die Behandlung erfolgt in der Regel mehrmals pro Woche über einen längeren Zeitraum, sitzend oder im klassischen Setting auf der Couch. Zentraler Bestandteil ist das sogenannte freie Sprechen („freie Assoziation“), bei dem Gedanken, Gefühle und innere Bilder möglichst unzensiert geäußert werden. Dadurch treten unbewusste Inhalte zutage, die gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten verstehbar gemacht und bearbeitet werden.
Auch die Beziehung zum Therapeuten spielt eine wichtige Rolle: Sie wird bewusst genutzt, um alte Beziehungserfahrungen im Hier und Jetzt emotional erlebbar zu machen („Übertragung“) – und durch das therapeutische Verständnis („Gegenübertragung“) zu verändern.
alyse, konzentriert sich jedoch stärker auf aktuelle innere Konflikte und Beziehungserfahrungen. Im Zentrum steht die Annahme, dass unbewusste Erlebnisse, meist aus der Kindheit, Einfluss darauf haben, wie wir heute denken, fühlen und handeln -insbesondere in wiederkehrenden Belastungssituationen oder zwischenmenschlichen Mustern.
Ziel der Therapie ist es, diese unbewussten inneren Dynamiken im therapeutischen Gespräch erfahrbar zu machen. Durch ein tieferes Verständnis der eigenen inneren Zusammenhänge – etwa von Beziehungserwartungen, Abwehrmechanismen oder emotionalen Reaktionsmustern entsteht die Möglichkeit, alte Muster zu durchbrechen und neue, gesündere Handlungsspielräume zu entwickeln.
Die Behandlung erfolgt in der Regel einmal wöchentlich im Einzelgespräch. Anders als in der analytischen Therapie liegt der Fokus stärker auf dem „Hier und Jetzt“: Welche emotionalen Reaktionen treten in aktuellen Lebenssituationen auf und wie hängen sie mit inneren Prägungen zusammen? Die therapeutische Beziehung dient dabei oft als Spiegel, um alte Beziehungsmuster in geschütztem Rahmen sichtbar und veränderbar zu machen.
Die systemische Therapie (ST) ist das jüngste der vier wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren in Deutschland. Im Unterschied zu anderen Verfahren betrachtet sie psychische Symptome nicht als isoliertes Problem einer Person, sondern als Ausdruck von Beziehungen, Kommunikationsmustern und Rollen, in denen sich ein Mensch bewegt – sei es in der Familie, Partnerschaft, Freundeskreis oder im beruflichen Umfeld.
Zentrale Annahme ist: Individuelles Leiden steht oft in Zusammenhang mit dem sozialen System, in dem eine Person lebt. Symptome wie Rückzug, Konfliktverhalten oder psychosomatische Beschwerden können daher auch als „Lösungsversuche“ im Rahmen eines Beziehungssystems verstanden werden, beispielsweise, um Spannungen zu regulieren oder unbewusste Erwartungen zu erfüllen.
Die systemische Therapie zielt darauf ab, diese oft unbewussten Dynamiken sichtbar zu machen und neue Perspektiven, Lösungswege und Kommunikationsformen zu entwickeln. Dabei wird großer Wert auf Ressourcenaktivierung, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit zur Veränderung gelegt. Die Klienten werden als Experten für ihr eigenes Leben betrachtet, der Therapeut begleitet den Prozess mit Neugier, Respekt und einer Haltung der Allparteilichkeit.
Was passiert in einer Psychotherapie?
Jede Psychotherapie beginnt mit einem Erstgespräch, dem sogenannten diagnostischen Erstkontakt. In diesem Gespräch haben Sie die Möglichkeit, Ihre Therapeutin oder Ihren Therapeuten persönlich kennenzulernen, Ihre aktuellen Beschwerden und Anliegen zu schildern und sich über den Ablauf und die Rahmenbedingungen einer möglichen Behandlung zu informieren.
In der anschließenden probatorischen Phase, meist bestehend aus bis zu fünf Sitzungen, findet eine umfassende diagnostische Einschätzung statt. Gemeinsam wird geklärt, welche psychischen Belastungen vorliegen, welche therapeutischen Ziele sinnvoll erscheinen und welches Vorgehen zu Ihrer individuellen Situation passt. Diese Phase dient auch dazu, ein Gefühl für die therapeutische Zusammenarbeit zu entwickeln und zu prüfen, ob eine vertrauensvolle Basis gegeben ist.
Erst nach dieser diagnostischen Klärung und einer gemeinsamen Entscheidung wird die eigentliche Psychotherapie begonnen. Die Sitzungen finden in der Regel einmal wöchentlich für 50 Minuten statt. Je nach Lebenssituation und Therapiebedarf kann im Verlauf auch eine andere Frequenz vereinbart werden.
Die Dauer einer Psychotherapie ist individuell unterschiedlich: Sie kann sich über wenige Sitzungen erstrecken, zum Beispiel bei einer akuten Lebenskrise oder sich über mehrere Monate oder auch länger erstrecken, etwa bei komplexeren psychischen Störungen, tief sitzenden inneren Konflikten oder dem Wunsch nach langfristiger Persönlichkeitsentwicklung.
Eine gute Psychotherapie folgt dabei keinem starren Schema, sondern entwickelt sich als gemeinsamer Prozess, der an Ihre Lebenswirklichkeit angepasst ist. Schritt für Schritt, in Ihrem Tempo.
Hier mehr zum Kosten und Ablauf einer Psychotherapie
Psychotherapie bei uns in Köln
In unserer Praxis für Psychotherapie in Köln bieten wir qualitätsgesicherte psychotherapeutische Begleitung für Erwachsene im Rahmen der Verhaltenstherapie an. Unser Team besteht aus erfahrenen, approbierten Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Wir arbeiten auf Augenhöhe, transparent, achtsam und nach wissenschaftlich fundierten Methoden.
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Anliegen und bieten Ihnen einen geschützten Raum für Ihre persönliche Entwicklung.
Kontaktformular
Sie sind auf der Suche nach einer Psychotherapie? Buchen Sie sich einfach von zuhause aus einen verfügbaren Termin. Es ist aktuell kein passender Termin für Sie frei? Kein Problem, wir erweitern aktuell unser Therapeutenteam und es werden regelmäßig neue Termine freigeschaltet. Melden Sie sich gerne über das Kontaktformular bei uns und setzen Sie sich auf die Warteliste. Wir melden uns dann bei Ihnen, wenn ein passender Termin frei ist. Bitte nutzen Sie das Kontaktformular ebenfalls für die Anmeldung/Information zu der ADHS Diagnostik und den Gruppentherapien. Sie unterstützen uns in der schnellen Bearbeitung Ihrer Kontaktanfrage indem Sie das Kontaktformular vollständig ausfüllen, uns Ihre verfügbaren Therapiezeiten mitteilen und stichpunktartig Ihr Anliegen schildern. Vielen Dank!
